Video folgt. Bernhard erklärt, wie man mit verwirrten Menschen spricht – und was die Rettung wissen will.
Plötzlich nicht mehr er selbst
Eine Demenz entwickelt sich über Monate. Ein Delir entsteht innerhalb von Stunden oder Tagen – und hat fast immer eine körperliche Ursache, die man behandeln kann: zu wenig getrunken, eine Infektion, Unterzucker, Medikamente.
- Plötzlich verwirrt – weiß nicht, wo sie ist, erkennt Angehörige nicht
- Unruhig oder ganz still – nesteln, herumwandern – oder auffällig schläfrig
- Sieht oder hört Dinge, die nicht da sind
- Wechselt stark – abends und nachts oft schlimmer
- 1Ernst nehmen Plötzliche Verwirrtheit braucht ärztliche Abklärung – noch am selben Tag.
- 2FAST-Test machen Einen Schlaganfall ausschließen. Auffällig: sofort 144.
- 3Wen rufe ich an? 144 bei Bewusstseinstrübung, Atemnot, hohem Fieber, nach einem Sturz oder wenn sie nicht trinken kann. Sonst Hausarzt oder 141.
- 4Blutzucker messen Wenn ein Gerät da ist. Bei Unterzucker Zucker geben – nur wenn sie schlucken kann.
- 5Ruhig und freundlich bleiben Langsam, kurze Sätze, nicht widersprechen. Licht an, Brille und Hörgerät auf, etwas zu trinken anbieten.
Eine plötzliche Verwirrtheit ist ein Notfall. Keine Beruhigungsmittel ohne ärztliche Anordnung, nicht allein lassen, wenn sie sich gefährden könnte.
- Ernst nehmen – ein Delir ist ein Notfall
- FAST-Test – Schlaganfall ausschließen
- Häufig: zu wenig getrunken, Infekt, Unterzucker, Medikamente
- Arzt oder 141 – bei Warnzeichen 144
- Ruhig bleiben, Brille und Hörgerät, Medikamentenliste bereit
Meine Mutter ist plötzlich so verwirrt. Ist das jetzt die Demenz?
Nicht so schnell. Eine Demenz kommt schleichend, über Monate. Wenn sich jemand von gestern auf heute verändert, steckt fast immer etwas anderes dahinter – oft zu wenig getrunken oder eine Blaseninfektion. Das lässt sich behandeln. Darum: noch heute zum Arzt.

Lesen ist der erste Schritt. Die Handgriffe sitzen aber erst, wenn Sie sie einmal geübt haben – am besten im Kurs.