Video folgt. Die Herzbettlage – im Bett, im Sessel, im Auto.
Wenn das Herz zu schwach wird
Bei einer Herzschwäche staut sich das Blut zurück – in die Beine und in die Lunge. Sammelt sich dort Wasser, kommt Atemnot, oft nachts im Liegen. Warnzeichen: schläft mit mehreren Polstern oder im Sessel, wacht mit Atemnot auf, rasselnde oder brodelnde Atmung, geschwollene Beine.
- 1Notruf 144 Bei plötzlicher, starker oder brodelnder Atemnot, Brustschmerzen, Verwirrtheit, blauen Lippen.
- 2Aufrecht sitzen, Beine nach unten Auf der Bettkante oder im Sessel – die Herzbettlage. So fließt weniger Blut zum Herzen.
- 3Beruhigen Angst macht die Atemnot schlimmer.
- 4Frische Luft Fenster auf, enge Kleidung lockern.
- 5Eigene Medikamente Hat der Arzt ein Notfallmedikament verordnet: nach Plan helfen. Ein Sauerstoffgerät wie gewohnt verwenden.
- 6Bewusstlos, atmet nicht normal Herzdruckmassage auf hartem Boden.
Das drückt noch mehr Blut in die Lunge und verschlimmert die Atemnot. Vorbeugen: täglich wiegen – mehr als 2 kg in drei Tagen kann Wasser im Körper bedeuten, dann den Arzt anrufen.
So sieht es aus

- 144 bei starker oder brodelnder Atemnot
- Herzbettlage: aufrecht, Beine nach unten
- Beruhigen, Fenster auf, Kleidung lockern
- Nie flach hinlegen, Beine nicht hoch
- Vorbeugen: täglich wiegen, Trinkmenge einhalten
Bei Atemnot soll man doch die Beine hochlagern – oder?
Bei einem Kreislaufkollaps ja, bei Atemnot durch das Herz genau umgekehrt. Hier müssen die Beine nach unten, damit weniger Blut zur Lunge strömt. Merksatz: Wer schlecht Luft bekommt, darf sitzen – so, wie es ihm am leichtesten fällt.

Lesen ist der erste Schritt. Die Handgriffe sitzen aber erst, wenn Sie sie einmal geübt haben – am besten im Kurs.