Keine Angst
vor dem Notfall
Notruf 144
Buch 1 · Teil B Kinder · Kapitel 14

Ertrinken

Ertrinken geschieht lautlos – oft in Sekunden und in wenigen Zentimetern Wasser.

Was tue ich?

Ein ertrinkendes Kind schreit nicht und winkt nicht – es geht einfach unter. Kleinkinder können schon in wenigen Zentimetern Wasser ertrinken: Badewanne, Planschbecken, Gartenteich, Regentonne.

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    Eigenschutz Nicht in unbekanntes oder reißendes Wasser springen. Einen Gegenstand reichen oder Hilfe holen.
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    Heraus und auf den Rücken Kind aus dem Wasser holen.
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    Notruf 144 Lautsprecher.
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    Atmet nicht normal: 5 Beatmungen Dann Herzdruckmassage 30 : 2.
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    Erbricht Wasser? Kurz auf die Seite drehen, Mund auswischen, weitermachen.
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    Warm halten Nasse Kleidung aus, zudecken. Auch nach einem Beinahe-Ertrinken immer ins Spital.
Kein Wasser aus der Lunge holen

Weder durch Schütteln noch durch Hochheben an den Beinen – das kostet nur Zeit. Dem Kind fehlt Sauerstoff: sofort beatmen.

Vorbeugen: Kind in der Wanne nie allein lassen, Teich, Pool und Regentonne sichern, bei Festen eine „Wasser-Aufsicht“ bestimmen. Schwimmflügel schützen nicht vor dem Ertrinken.

Auf einen Blick: Ertrinken
  1. Heraus aus dem Wasser – ohne sich selbst zu gefährden
  2. Notruf 144
  3. 5 Beatmungen, dann 30 : 2
  4. Nach Beinahe-Ertrinken: immer ins Spital
  5. Vorbeugen: Wasser sichern, Aufsicht in Griffweite
Das werde ich im Kurs gefragtMuss ich bei einem Kind, das aus dem Wasser kommt, nicht zuerst das Wasser herausholen?

Nein. Die Lunge nimmt nur wenig Wasser auf, und das kommt durch Schütteln oder Kopfüber-Halten nicht heraus. Was dem Kind fehlt, ist Sauerstoff. Darum sofort 5 Beatmungen. Erbricht es dabei Wasser, kurz zur Seite drehen und weitermachen.

Bernhard Dreml
Bernhard sagt

Lesen ist der erste Schritt. Die Handgriffe sitzen aber erst, wenn Sie sie einmal geübt haben – am besten im Kurs.

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