Video folgt. Bernhard zeigt, woran Sie in Sekunden ein schwer krankes Kind erkennen.
Drei Blicke von der Tür
Bleibt bei einem Kind das Herz stehen, ist fast immer Sauerstoffmangel die Ursache – Ersticken, Ertrinken, eine schwere Atemwegserkrankung. Darum beginnt die Wiederbelebung bei Kindern mit fünf Beatmungen. Ob ein Kind ernsthaft krank ist, sehen Sie in wenigen Sekunden:
- Aussehen und Verhalten: schlapp, apathisch, schwer weckbar, schrilles oder kraftloses Schreien, lässt sich nicht trösten
- Atmung: sehr schnell oder mühsam, Ziehen zwischen den Rippen oder am Hals, Nasenflügeln, Pfeifen, Atempausen
- Hautfarbe: grau, fahl, blass-marmoriert oder bläulich an Lippen und Gesicht
- 1Ein Warnzeichen Rasch zum Kinderarzt oder in die Kinderambulanz – bei Säuglingen ist die Kinderambulanz die richtige Adresse.
- 2Mehrere oder schnell schlechter Sofort Notruf 144.
- 3Unsicher? Unter 1450 beraten diplomierte Pflegekräfte rund um die Uhr.
Wenn Ihr Gefühl sagt „Da stimmt etwas überhaupt nicht“ – auch das ist ein Grund für den Notruf. Niemand wird Ihnen böse sein, wenn es sich als harmlos herausstellt.
So sieht es aus

- Ursache ist fast immer Sauerstoffmangel – Atemwege zuerst
- Warnzeichen: Verhalten, Atmung, Hautfarbe
- Lebensgefahr: 144 · unsicher: 1450
- Säuglinge: Kinderambulanz statt 141
- Ihr Bauchgefühl ist ein Warnzeichen
Ich will doch nicht wegen jeder Kleinigkeit die Rettung rufen. Wo ist die Grenze?
Schauen Sie auf das Kind, nicht aufs Fieberthermometer. Spielt es zwischendurch, trinkt es, lässt es sich trösten, ist meistens Zeit für den Kinderarzt. Ist es schlapp, kaum wach zu halten, atmet es mühsam oder wird es grau: 144. Und wenn Sie dazwischen stehen, hilft 1450 bei der Entscheidung.

Lesen ist der erste Schritt. Die Handgriffe sitzen aber erst, wenn Sie sie einmal geübt haben – am besten im Kurs.