Video folgt. Kutschersitz und Lippenbremse zum Mitmachen – Bernhard atmet mit Ihnen.
Wenn die Luft knapp wird
Schnelle, angestrengte Atmung, Pfeifen beim Ausatmen, nur kurze Sätze, Angst: Wer keine Luft bekommt, will sitzen, nicht liegen. Die Ursache müssen Sie nicht kennen – die Erste Hilfe ist meist gleich.
- 1Beruhigen Ruhig und langsam sprechen, selbst hörbar ruhig mitatmen.
- 2Aufrecht sitzen Kutschersitz: nach vorne gelehnt, Unterarme auf den Oberschenkeln. Im Stehen: vorgebeugt, Hände auf den Knien.
- 3Lippenbremse Durch die Nase ein, langsam durch leicht gespitzte Lippen aus.
- 4Eigenes Notfallspray Bei der Anwendung helfen, meist 2 bis 3 Hübe – nach dem Notfallplan der Person.
- 5Frische Luft Fenster auf, enge Kleidung lockern, Auslöser weg (Rauch, Tiere).
- 6Notruf 144 Wird es nach dem Spray nicht in wenigen Minuten deutlich besser, gibt es kein Spray oder ist es das erste Mal.
Die Person kann kaum noch sprechen, wird blau an Lippen oder Fingern, wird müde, verwirrt oder schläfrig – oder das Atemgeräusch wird leiser, obwohl es ihr nicht besser geht. Quaddeln und Schwellungen dazu: an einen allergischen Schock denken.
So sieht es aus


- Beruhigen, selbst ruhig bleiben
- Aufrecht sitzen: Kutschersitz oder Torwartstellung
- Lippenbremse: langsam durch gespitzte Lippen ausatmen
- Eigenes Notfallspray: bei der Anwendung helfen
- Notruf 144: keine Besserung, kein Spray oder Alarmzeichen
Darf ich einem Asthmatiker mein eigenes Spray geben, wenn er seins nicht dabeihat?
Nein, fremde Medikamente geben Sie bitte nicht – Sie wissen nicht, ob es das richtige Mittel ist und ob die Person es verträgt. Helfen Sie mit Haltung und Lippenbremse, holen Sie das eigene Spray oder rufen Sie 144. Die Sanitäter haben die passenden Medikamente dabei.

Lesen ist der erste Schritt. Die Handgriffe sitzen aber erst, wenn Sie sie einmal geübt haben – am besten im Kurs.